Drehbuchpreis beim Filmfest München

Am Vorabend haben Weezer live im Hamburger Stadtpark gespielt. Womit sich ein alter Wunsch erfüllt hat. Am nächsten Mittag mache ich mich dann auf den Weg in den Norden, Richtung Amrum. Dann der Anruf aus München während der Fährfahrt und die Nachricht, dass Ilker Catak und ich für das Drehbuch von „Es gilt das gesprochene Wort“ nominiert sind. Es ist Mittwoch, der 3. Juli 2019.

So bin ich dann exakt eine Woche nach der Weltpremiere beim Filmfest wieder zurück in Bayern. Bekomme einen Nachwuchspreis überreicht, mit gerade eben so noch 47 Jahren. Halte den ganzen Abend eine Fünf-Kilo-Trophäe im Arm, die an einen überdimensionierten Kühlschrankmagneten erinnert. Freue mich mit Oğulcan Arman Uslu, unseren Hauptdarsteller, der die Auszeichung als bester Schauspieler bekommen hat. Freue mich außerdem über ein Preisgeld, das ungemein hilft, über den Sommer zu kommen.

Das vielleicht Wichtigste aber: die Jurybegründung. Davon redet man ja eher selten, doch in Wahrheit gehört diese Art Bestätigung zu den Streicheleinheiten für die Seele, die kaum zu überschätzen sind – auch als Ansporn zum Weiterzumachen.

(Fotos: Ingo Fliess)

Nach einer außergewöhnlich klaren Exposition schafft es das in drei dramaturgisch und inhaltlich sinnhafte Kapitel unterteilte Drehbuch, Klischees zu vermeiden, mit klugen Wendungen zu überraschen, jeder Figur – auch in den Nebenrollen – eine erkennbare und interessante Geschichte zu schenken. (…) Das Drehbuch ist eine bemerkenswerte Mischung aus Begabung und Hingabe, aus dramaturgischer Souveränität, Witz, Gewitztheit und Fleiß.

Jurybegründung

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